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Tagesritt 2021

13. Mai 2021

Als erster Event im Jahr 2021 war der traditionelle Tagesritt geplant. Ich sah dem Ritt mit gemischten Gefühlen entgegen: Neun Mädchen hatten sich angemeldet, dass hiess alle Schulponys kamen mit. Da ich Bonnie Milky Way nicht alleine mit den Ziegen zurücklassen konnte, musste er uns als Handpony begleiten. Milky Way ist leider sehr angespannt und schreckhaft im Gelände. Ausserdem waren die Wetterprognosen nicht gerade berauschend.

Am Morgen zog ein langer Tross von Ponys und unternehmungslustigen Reiterinnen los, Richtung Sitzberg. Der Weg sollte uns ins Neubrunner-Tal führen und dann hinauf zur Feuerstelle Forst (der einzigen in der Gegend wo man elf Ponys anbinden kann). Nach der Mittagspause wieder hinunter nach Turbenthal, nur um auf der anderen Talseite die lange Steigung zur Burgruine Breitlandenberg zu erklimmen. Und zu guter Letzt mussten wir wieder steil hinunter ins Steinenbachtal. Gute Kondition der Ponys war da Voraussetzung. Unsere Ponys meisterten dies spielend. Sie hatten sogar noch soviel «Pfupf», dass wir sie jeweils auf den Trabstrecken zu einem gemässigten Tempo ermahnen mussten.

Wie immer gab es für die Mächen zwei Knackpunkte: Kartenlesen ud ein Feuer entfachen. Im Kartenlesen haben sie sich gesteigert, beim Feuermachen gibt es noch Luft nach oben. Aber mit etwas Unterstützung konnten doch noch Bratwürste und Schlagebrot über dem Feuer brutzeln.

Auf unsere trittsicheren Ponys ist einfach immer Verlass. Eine kurze Strecke war etwas crosscoutry-mässig. Schön, wenn sich die Reiterinnen auf ihre vierbeinigen Lehrmeister verlassen können. Und der steile Abstieg ins Steinenbachtal wäre eigentlich problemlos gewesen, zumindest ohne unser typischer Lehmboden (feucht vom Regen). Die Poys stellten einfach ihre Hufe etwas breiter und rutschten wo nötig wie Schlitten ganz ruhig abwärts. Die Kinder waren aufgeregter als die Ponys.

Apropos Aufregung. In der voralpinen Hügelzone muss man sich einfach mit Kühen auf den Wiesen arrangieren. Aber an diesem Tag standen auf jeder Weide, an der wir vorbei mussten unternehmungslustige Teenager, die mit unseren Ponys spielen wollten – wenigsten trugen nicht alle Glocken.

Nach acht Stunden kehrten wir zurück ins Hinterauli

Und Milky Way? Dank Pagajs Geduld und ruhiger Führung hat er das grosse Abenteuer unbeschadet überstanden. Ohne Pauli, der seine Herde immer sicher durch alle tatsächlichen und eingebildeten Gefahren führt, wären solche Ausflüge kaum denkbar. Vielen Dank meinem weltbesten Ausreit-Führpony!

Sogar das Wetter spielte mit. Die Regenfront zog haarscharf an uns vorbei. Der Himmel wurde zeitweise schwarz und es windete, aber wir blieben trocken.