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Tagesritt 2020

20. September 2020

Bei leichtem Hochnebel, der der September-Sonne sicher nicht lange standhalten würde, starteten wir dieses Jahr zu unserem traditionellen Tagesritt. Diesmal führte uns unser Weg weder ins Tannenzapfen-Land noch auf den Sternenberg. Nein, wir machten uns auf in flachere Gefilde – nach Wila, dann in Richtung Schalchen und Hermatswil. Die meisten würden diese Route als hügelig bezeichnen, für uns ist dies flach.

Die Aufgabe der Reiterinnen ist es jeweils mit Hilfe einer Karte den Weg zu bestimmen. Deshalb kam es vor, dass wir an einer Weggabelung standen und es eine Weile dauerte, bis alle wussten wo wir waren (wie hält man schon wieder so eine Karte?), wo wir hinwollten und ob wir nun links oder rechts abbiegen mussten. (Trefferquote knapp 50%)

Mascotte fand diese Warterei ziemlich ätzend. Und wenn Scotti etwas ätzend findet unter dem Sattel kriegt sie einen bösen Blick, klappt ihre langen Ohren in die Waagerechte und kickt wütend mit Hinterbeinen aus. Deshalb hiess die Devise: Abstandhalten beim Kartenlesen! Sobald es wieder weiterging war Madame zufrieden. Überhaupt legten die Ponys ein beachtliches Tempo vor. Sie verwechselten den Tagesritt mit einem Langstrecken-Lauf. Aber vermutlich lag das an den mangelnden Höhenmetern. Wer gewohnt ist mit Power steile Wege hoch zu marschieren, generiert entsprechend Tempo in der Ebene.

Gegen Mittag machten wir Rast bei einer Feuerstelle auf dem Freddy-Fratzel-Weg, einem beliebten Wanderweg für Familien. Unsere Ponys waren sofort die Attraktion für alle kleinen Mädchen. Nach ausgiebigem Grasen banden wir die Ponys wie immer zur Mittagsruhe an ein zwischen Bäumen gespanntes Seil. Aus Sicherheitsgründen wurde Panzer-pauli direkt an einen Baum gebunden. Aber nicht bevor ihm die Mädchen erklärt hatten, was auf dem Schild am Waldrand stand: Der Waldbesitzer heisse die Ausflügler willkommen, bitte aber darum, die Bäume nicht zu beschädigen (damit ist auch das Ausreissen eines Baumes gemeint). Alle Bäume standen noch, als wir uns frisch gestärkt wieder auf den Weg machten.

Die Sonne sorgte am Nachmittag für warme Temperaturen, daher genossen es die Ponys, das wir auf der letzten Wegstrecke die Töss überquerten. teddy fand es jedoch etwas egoistisch, dass nur er sich abkühlen konnte, nicht aber seine Reiterin. Deshalb machte er wieder seine berühmten Bauchplatscher. Aber nur bis zu den Knöcheln im Wasser stehen reicht nicht zur Abkühlung. Daher versetzte Teddy Alma einen kräftigen Stoss mit der Nase, so dass sie auf dem Hosenboden im Fluss landete. Tja, Teddy sorgt für seine Reiterinnen – und für Unterhaltung.

Wir fanden, trotz begrenzter Kartenlese-Künste sicher nach Hause, wo die Ponys den Tag auf der Weide ausklingen lassen konnten.

2020/12/03 13:39 · pia

Ponysporttag Wila 2020

6. September 2020

Nach langem Bibbern stand im Sommer fest: Der Ponysporttag konnte – mit Sicherheitskonzept – durchgeführt werden. Unser «Heimturnier» ist schon in normalen Jahren DER Höhepunkt im Pony Club Jahr. In diesem Jahr war es schlicht das einzige Turnier für die Reiterinnen. Entsprechend riesig war die Vorfreude. Die Dragons werden vor dem Heimturnier irgendwie vom Pech verfolgt. Letztes Jahr verknackste sich Pauli nur Tage vor dem Turnier den Fuss und dieses Jahr hatte silky einen Hufabszess. (Zufälligerweise entdeckt, denn für Silky ist ein schwerer Hufabszess kein Grund zur Lahmheit. Aber das ist eine andere Geschichte…)

Früh morgens, noch vor der Dämmerung, brach unsere Ponykaravane auf, um die vier Kilometer bis zur Schochenwiese in Wila unter die Hufe zu nehmen. Am Morgen stand ein Springen mit jeweils zwei Durchgängen auf dem Programm.

Es starteten: Amélie mit scotti (Amélie sollte eigentlich mit Silky starten) Estella mit yuki (Estella sollte eigentlich mit Scotti starten. Yuki hat noch sehr wenig Routine im Springen.) Ewa mit liffey Licia mit crunchy Noemi mit ben Elena mit milkyway. So war der Plan, aber dazu später…

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Es waren also vor allem Neulinge am Start. Scotti wusste nicht so ganz, was sie alleine auf diesem Platz sollte und kriegte einer ihrer Trotzanfälle. Aber Amélie ritt sie entschieden vorwärts und gab Scotti die nötige Sicherheit, so dass sie den Parcours erstaunlich gut absolvierte. Beim zweiten Durchgang steigerte sie sich gewaltig und meisterte den Parcours flüssig.

Crunchy und Yuki fühlten sich auch ziemlich alleine auf diesem riesigen Platz. Yuki machte erstaunlich gut mit und zeigte, dass sie mit etwas Übung ein richtig tolles Springpony werden wird.

Für Licia war es auch das erste Turnier und sie konnte Crunchy noch nicht so viel Sicherheit geben. Der erste Durchgang lief gut, beim zweiten wurde es Crunchy zu viel und sie zog immer wieder Richtung Ausgang zu ihren Gspänli. Aber die beiden Neulinge können zufrieden sein mit ihrer Leistung. Nächstes Jahr werden Beide schon mehr Routine haben.

Da Milky Way sehr guckig ist, war der Plan, dass er hors concours zusammen mit Liffey den Parcours absolvieren könnte, um Routine zu erhalten. Aber er war schon auf dem Arbeitsplatz nervlich am Anschlag. Deshalb musste Crunchy einspringen. Elena hatte Cunchy noch nie geritten. Darum kam Yuki als Unterstützung mit. So sprangen die beiden besten Freundinnen in trauter Zweisamkeit. So macht Springen Spass!

Liffey hat schon einige Plauschspringen mitgemacht, aber diesmal war es nicht ihr Tag, beziehungsweise Sprung Nummer 3 einfach nicht ihr Sprung. Was ihr an diesem harmlosen Kreuzsprung missfiel war nicht ganz klar, aber sie hielt ihn für SEHR gefühlig. Und da man halt unliebsame Sprünge nicht einfach auslassen kann, war bei Nummer 3 zweimal Schluss. Ewa nahm es sportlich.

Und dann kam Ben, unsere Sportskanone und zweigte den grossen Ponys, wie ein Profi so einen Parcours bewältigt. Noemi und Ben zweigten zwei schnelle Nullfehlerrunde und wurden mit nur acht Sekunden Rückstand auf den Sieger Dritte. Toll gemacht! Schade dass Noemi nun definitiv zu gross ist für Ben. Die zwei sind ein gutes Team.

Am Nachmittag standen die Mounted Games auf dem Programm. Unse beiden U16 Teams traten gegeneinander an. Da die Dragons auf Silky verzichten mussten, teilten sie die verbliebenen Ponys: Liffey, penny, Scotti und Yuki

Die Griffins wurden von zwei auswärtigen Reiterinnen verstärkt. Von unserem Pony Club starteten:

Licia mit Crunchy Noemi mit Ben Alma mit teddy

Bei den Mounted Games merkte man gar nichts, dass es für drei Ponys das erste Turnier war. Crunchy und Yuki trainierten sogar erst seit einem Monat Mounted Games. Alle Ponys spielten mit viel Enthusiasmus, hoch konzentriert und die Neuen schon erstaunlich routiniert. Alle? Nein, Teddy hatte ab und zu Anlaufschwierigkeiten. Aber sonst wäre Teddy nicht Teddy… Die Dragons steigern sich von Jahr zu Jahr. Sie spielten sehr präzise, fast fehlerfrei und die Aufsprünge und Übergaben sassen. Weiter so!

Dass die Griffins bei ihrem ersten Turnier nicht mit den Dragons mithalten konnten war klar. Aber für ihr erstes Turnier zeigten sie eine Top-Leistung. Wenn sie weiterhin so gut trainieren, bringen sie die Dragons irgendwann ins Schwitzen.

Nein, noch war nicht Schluss. Die Jüngsten hatten noch ihren Auftritt. Drei Führzügel-Pairs (U10) traten noch gegeneinander an. Für uns:

Mini Dragons Ellyn mit Penny Alina mit pauli

Mini-Griffins Joséphine mit Teddy Luana mit scarlet

Die Nachwuchs-Mounties waren hochkonzentriert bei der Sache und konnten dank ihren braven Ponys und ihren sportlichen Führerinnen erste Turnierluft schnuppern.

Die Mini-Griffins setzten sich durch, die Mini-Dragons wurden Dritte hinter den Mini-Firewalls aus Bern.

Nach den Führzügel-Mounted Games machten wir uns auf den Heimweg ins Hinterauli.

Ein grosses Dankeschön an alle Eltern, Freunde und Verwandte der Reiterinnen, die diesen Anlass mit ihrem Einsatz ermöglichten. Was mich sehr freut ist auch, dass ehemalige Reiterinnen vom Pony Club nun wieder auf der Schochenwiese anzutreffen sind und zwar als Funktionäre – Hauptschiedrichterin und Spielfeld-Chefin.

Und an alle, die uns wegen des schlechten Wetters in Gedanken bemitleidet hatten: Nein, es hat den ganzen Tag nicht geregnet in Wila. Glück muss man haben!

2020/12/03 09:23 · pia

Bonnie Ponies Trophy 2020

22. August 2020

Nach der corona-bedingten Verschiebung konnte die diesjährige Trophy doch noch stattfinden. Wie immer wurden die Reiterinnen in vier etwa gleich starke Teams eingeteilt. In verschiedenen spielerischen Disziplinen galt es möglichst viele Punkte für sein Team zu sammeln. Gefragt waren nebst reiterlichem Können meist auch Strategie und viel Teamgeist. Und den bewiesen die «Grossen» wie immer vorbildlich: Sie banden die schwächeren Reiterinnen ein und liessen ihnen auch mal den Vorzug, selbst wenn sie selber vielleicht einen Punkt mehr ergattert hätten. Was bei der Trophy nicht fehlen darf ist das Spiel «Doppel-Oxer». Dabei müssen zwei Reiterinnen gemeinsam in möglichst kurzer Zeit vier Sprünge überspringen und umrunden. Ewa wählte mit liffey eine schon fast halsbrecherische Linienführung, die ihrem Team den Sieg bei diesem Speil einbrachte und Eltern und jüngeren Reiterinnen eindrücklich zeigte, was möglich ist, wenn Reiterin und Pony ein Team sind. Zum ersten Mal spielten wir Horseball an der Trophy. Seit Jahren spielen die Mädchen im Camp mit Begeisterung Horseball (eine modifizierte, vereinfachte Form). Und einige langjährige CampTeilnehmerinnen haben mittlerweile ein beachtliches Niveau erreicht . Nun hatten sich genügend fortgeschrittene Reiterinnen zur Trophy angemeldet, sodass wir vier Teams bilden konnten. Wie immer schenkten sich die Teams nichts. Es ging (fast) um Sieg oder Tod. Und auch die Ponys liebten es, im Punkt über den Platz zu fetzen. Die drei Ponys, die dieses Jahr neu zu uns gestossen sind crunchy, scotti und yuki haben ihr Initiationsritual bestanden: Alle drei spielen begeistert Horseball. Aber natürlich spielten wir auch ruhigere Spiele. Es war ein vergnüglicher Nachmittag für Reiterinnen und Eltern. Und das Wetter war zum Glück wesentlich besser als die Prognose.

2020/11/26 10:38 · pia

Pony Club Camp 2020

10. – 15. August 2020

Wie immer fand in der letzten Ferienwoche das alljährliche Pony Club Camp statt. Geritten wurde in zwei Gruppen jeweils morgens und abends. Wie jedes Jahr stellten die Reiterinnen ihr Programm recht selbstständig zusammen. Natürlich trainierten die Mounties auf das bevorstehende Heimturnier, dazu kam Springen auf der Wiese, Reiten ohne Sattel, Horseball, Reiterspiele (inklusive berittenes Bogenschiessen), Ausreiten. Ach ja, mit dem Training für unsere Springquadrille haben wir auch noch begonnen. Langweilig wurde es uns jedenfalls nicht. Ich bin stolz auf meine Ponys: Sie sind immer motiviert und schlicht für alles zu haben. Sie switchen mühelos von einer Disziplin zur nächsten und geben immer überall ihr Bestes. Sie wurden dafür von den Mädchen umsorgt und verwöhnt. Und in den lauen Nächten konnten sie sich auf der Weide entspannen. Leider gab meine alte Kamera just im Lager den Geist auf. Es gibt also kaum Bilder vom Lager. Da ich nicht gerade eine begnadete Fotografin bin, ist der Verlust nicht allzu gross.

2020/08/25 09:56 · pia

Plauschturnier

5. Juli 2020

Zum ersten Mal führten wir ein club-internes Plauschturnier durch. Nicht auf unseren abschüssigen Weiden sondern auf dem Hundeplatz im Wiesental zwischen Wila und Turbenthal (früher immerhin einmal ein Springplatz). Und es kam gleich nochmals zu einer Premiere: Seit mindestens 25 Jahren bevölkerte für ein paar Stunden kein Pony mehr das Hinterauli. Ein lange Karawane mit sämtlichen Ponys zog gen Turbenthal.

Zuerst stand das Springen auf dem Programm. In der ersten Kategorie durften jeweils zwei Reiterinnen-Pony-Paare zusammen den Parcours bewältigen. Ein idealer Einstieg für drei Mädchen, die noch nie an einem Turner teilgenommen hatten. Und für milkyway, der zum ersten Mal an einem Anlass mitmachte. Elena ritt unseren kleinen Hüpf-Gummi sehr konzentriert und er benahm sich richtig gesittet, so gesittet, dass er wohl auch beim Heimturnier dabei sein wird.

Danach wurde der Parcours «ganz normal» über 30 cm bzw. 50 cm in Angriff genommen. Auch für scotti war dieses Turnier eine Premiere. Ihr schien das Ganze Spass zu machen. Sie drückte jedoch mächtig aufs Gas und ihre Reiterinnen mussten sich ab und zu durchsetzen, damit Scotti das Heft nicht in die Hand nahm. Mit Estella schaffe sie einen Nullfehlerritt. Für Licia, die zum ersten Mal startete, war es keine leichte Aufgabe mit Scotti zu springen. Aber die beiden meistern den Parcours sehr gut. Es gab erstaunlich viele Nullfehlerritte. So musste das Stechen entscheiden. Sobald es auf Zeit ging, begannen die Nerven zu flattern und es kam zum einen oder anderen Fehler. Der Sieg ging knapp an Noemi und ben.

Bei den Mounted Games starteten die Neulinge (Bonnie Griffins) gegen die Routiniers (Bonnie Dragons). Beide Teams spielten sehr konzentriert und machten wenig Fehler. Und ein, zwei Mal schafften es die Griffins, dass die Dragons doch etwas nervös wurden. Aber letztendlich war klar, wer den Sieg davon tragen würde. Für die Griffins war es eine tolle Hauptprobe für das Heimturnier. Scotti hat bewiesen, dass sie auch Talent für die Mounted Games hat.

Das Plauschturnier war ein voller Erfolg. Die Mädchen lieferten sich einen spannenden Wettkampf, das Wetter war prächtig und die Bremsen hielten sich dank Westwind in erträglichen Grenzen.

Schliesslich machten wir uns auf für den einstündigen Ritt nach Hause.

Zuhause angekommen durften die Ponys für die Nacht auf die Weide. Kaum waren sie auf der Weide kamen Zick und Zwerg angerannt. Sie hatten wohl ihre hornlosen WG-Mitbewohner vermisst.

2020/07/28 10:16 · pia